Oktoberdatenbanken und Magenta-T

Letzen Oktober sendete das Chaosradio zu den Big Brother Awards 2008

Der Preis für die größten Datenkraken des Jahres
Am Freitag, den 24. Oktober 2008 wurde in Bielefeld das neunte Mal der Big Brother Award verliehen. In sieben Kategorien sind Firmen und Behörden ausgezeichnet worden, die sich ganz besonders um die Verletzung des Datenschutzes und der Privatsphäre verdient gemacht haben.

Empfehlenswerte Sendung, leider zeitlich knapp bemessen. Die Seite des Big Brother Awards 2008.

Durchaus in Gedanken war ein monatlicher Artikel, über Datenverluste und Datenmissbrauch. Der Gedanke liegt auf Eis. Die Telekom (ebenso ein diesjähriger Gewinner des Preises) hat es geschaft, es wäre ein Informationslawine.

Deshalb kurz zusammengefasst, die Telekom überwachte (Ausdrucken und säuberliches abheften der Verbindungsnachweise: wer, mit wem, wie lange) ihre eigenen Leute Aufsichtsräte, Arbeitgebervertreter, Journalisten, auch DGB und ver.di Chefs (eigentlich haben sie direkt nichts mit dem Magenta-T zu tun) sind überwachungswürdig… Grund ein Informationsleck¹.
Postgeheimnis?
Dinge die sonst nur Staatliche Behörden machen wollen.
Wenn interessiert schon eine Datenbank (welche zugänglich und änderbar war) mit 30 Millionen Handynummern?
Vor zwei Jahren ist eine Kundendatenbank (17 Millionen Personen) veröffentlicht worden, ein gewisse Person speicherte die Daten auf seiner Festplatte und fragte ab und zu bei den Behörden (und einer Ministerin) an. Letztere unternahmen, Nichts.
Dass bei diesen Datensätzen so genannte Personen des öffentlichen Lebens (Politik, Kultur, Religion, Miliardäre [Anm: Miliardäre und öffentlich?]) betroffen waren und andere Adressen, die nicht frei zugänglich sein sollten, enthalten sind, versteht sich von selbst…

Ob man von den Datenpannen betroffen ist und seine Nummer ändern lassen sollte oder nicht erfährt der Kleine Mann nicht. Die Telekom verweigert des Kunden Recht auf Auskunft.

Einen Überblick gibt der Linkblock am Ende des fast aktuellen Artikels: Telekom bespitzelte auch Kinder von Aufsichtsraeten. Ja da steht Kinder.
PS: Ging man am Anfang noch davon aus, dass nur Kontaktaufnahmen über Handys protokoliert wurden ist jetzt klar, auch Festnetztelefone wurden überwacht. Ich warte nur noch auf die Nachricht, dass der Internetverkehr protokoliert wurde. Manche der bespitzelten Telefon befanden sich gar nicht unter Telekomverträgen, dies erfordert noch größeren Aufwand.

Ein wenig Telekomlastig dieser Text, was nicht heißt, dass nur eine Firma ihre Datenbanken und Rechte der Bürger auf Privatsphäre vernachlässigt (s.o.)…

gez. Herr Q.

1.: solche Lecks muss es geben um Missstände aufdecken zu können.

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